M5 – Biotopverbund NSG Darschkowsee
Mit dem Ziel der Schaffung eines Biotopverbundkomplexes erfolgte in Erweiterung des Ökokontos „Dauerhafte Pflegenutzung einer aufgelassenen Mähwiese am Darschkower See“ im Zeitraum 2023 bis 2025 auf ca. 11,35 ha eine Umwandlung von bisher konventionell genutzten Ackerflächen in extensives Grünland.
Durch die flächige Nutzungsänderung werden Erosionsprozesse auf dem nördlichsten Ausläufer des Oszuges „Os Wilsickow“ (Nr. G2_299) dauerhaft vermieden und eine Pufferung des Naturschutzgebietes „Darschkower See bei Stolzenburg“ gegen Einträge aus Ackernutzung erwirkt. Zudem werden Störungen von Feldvögeln, wie Feldlerche (Alauda arvensis) oder Grauammer (Emberiza calandra), maßgeblich reduziert und günstige Habitatstrukturen für wärmeliebende Pflanzen- und Insektenarten geschaffen.
Die Maßnahme setzt sich aus zwei voneinander getrennt liegenden Teilflächen zusammen und die Umsetzung erfolgte in zwei Stufen. Auf der nordöstlich des Darschkower Sees gelegenen Teilfläche erfolgte die Umwandlung 2023; seit 2024 findet eine zweischürige Pflegemahd statt. Die westlich des Darschkower Sees gelegene Teilfläche (Teilfläche SW) wurde bis einschließlich 2024 ackerbaulich genutzt. Zur Abgrenzung dieser Extensivfläche wurde im Herbst/Winter 2025 entlang der nördlichen Maßnahmengrenze eine Feldhecke mit vorgelagertem Krautsaum angelegt.
Insbesondere entlang des Oszuges ist langfristig mit einer Entwicklung wertvoller Biotope in Form von artenreichen Flachlandmähwiesen und Trocken- bzw. Halbtrockenrasen zu rechnen. Auf der südwestlichen Teilfläche ist davon auszugehen, dass charakteristische Arten nährstoffreicher Ackerbrachen in den kommenden Jahren zunächst sukzessive durch eine Dominanz stickstoffliebender Gräser, wie beispielsweise Wolliges Honiggras (Holcus lanatus) oder verschiedene Trespenarten (Bromus spec.), und weit verbreitete Ruderalarten abgelöst werden. Aufgrund des noch sehr jungen Umwandlungsstatus finden sich im Oberboden noch sehr nährstoffreiche Verhältnisse, welche eine entsprechende Dominanz begünstigen. Eine Abschätzung der langfristigen Entwicklung dieses Teilbereiches wird erst in den kommenden Jahren, mit sukzessiver Aushagerung der Fläche, möglich sein.






