Strukturreiche Hecken mit blütenreichen Krautsäumen bringen Vielfalt zurück in ausgeräumte Landschaften. Sie vernetzen Biotope, schützen Böden und bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten geeignete Lebensräume. In der oftmals strukturarmen Agrarlandschaft Mecklenburg-Vorpommerns schaffen sie wertvolle Strukturelemente und werten zugleich das Landschaftsbild auf.
Hecken erhöhen die Biodiversität, indem sie Fortpflanzungsstätten, Nahrungshabitate und Rückzugsorte für viele Arten bereitstellen. Sie werden von teils selten gewordenen Vogelarten der offenen bis halboffenen Kulturlandschaft, wie Sperbergrasmücke, Dorngrasmücke oder Neuntöter, gern angenommen. Für bodenbrütende Arten steigt in unmittelbarer Umgebung divers strukturierter Hecken die Chance auf Bruterfolg, da Gelege weniger durch landwirtschaftliche Arbeiten beeinträchtigt werden. Überständige Krautsäume aus dem Vorjahr werden häufig durch Braun- und Schwarzkehlchen besiedelt. Im Winter dienen Beeren, Früchte und Samen zudem als wichtige Nahrungsquelle für Standvögel und Wintergäste.
Auch Insekten profitieren von den blüten- und strukturreichen Säumen entlang der Hecken. Sie bieten ihnen Nahrung und geschützte Überwinterungsquartiere. Darüber hinaus finden Kleinsäuger, Niederwild und Reptilien hier geeignete Lebensbedingungen.
Als grüne Korridore übernehmen Hecken eine zentrale Rolle im Biotopverbund, indem sie isolierte Lebensräume miteinander verbinden. Dadurch können Arten Biotope neu besiedeln oder in genetischen Austausch mit anderen Populationen treten. Einer Verarmung des Genpools isolierter Arten wird durch den Biotopverbund entgegengewirkt.
Gleichzeitig tragen Hecken zum Bodenschutz bei: Die Wurzeln von Bäumen und Sträuchern stabilisieren den Boden, mindern Wind- und Wassererosion und wirken als Puffer gegenüber der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung angrenzender Flächen.
In den vergangenen Jahren wurde eine Vielzahl ebensolcher Hecken auf unseren Ökokontoflächen angelegt. Heimische, standortangepasste Gehölze und Sträucher wie u. a. Stieleiche, Winterlinde, Weißdorn und Pfaffenhütchen wurden in mehreren Reihen gepflanzt und durch einen Krautsaum ergänzt. In den ersten Jahren sichern eine Entwicklungspflege, eine bedarfsorientierte Bewässerung sowie ein Schutzzaun gegen Wildverbiss eine erfolgreiche Etablierung.
Bei Fragen oder Interesse an der Anlage einer Hecke auf Ihren Flächen sprechen Sie uns gerne an.

